Bárbara Santos

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Vita

Bárbara Santos ist Theater- und Filmregisseurin, Schauspielerin und Autorin. Sie leitet das KURINGA Theater in Berlin und ist Gründerin vom Ma(g)dalena International Network, das sich aus Gruppen aus Lateinamerika, Afrika und Europa zusammensetzt. Sie hat ästhetische Ansätze entwickelt, die sich mit den Überschneidungen von Geschlecht, Rasse und Klasse befassen. In Rio de Janeiro hat sie mit Augusto Boal, der das Konzept Theater der Unterdrückten, konzipierte, zusammengearbeitet und dieses weiterentwickelt. Ihre Publikationen erschienen in Spanisch, Portugiesisch und Englisch. Ihr Film Ash Wednesday, die von der Polizeigewalt gegen Schwarze in Brasilien erzählt, war im Rahmen der 73. Berlinale in der Kategorie Perspektive Deutsches Kino zu sehen. 

Das feministische Theaterforum, das Bárbara Santos maßgeblich geprägt hat, nutzt das Theater als Medium, um gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen und Diskussionen über Machtverhältnisse, Geschlechterrollen und Unterdrückung anzuregen. Durch interaktive Aufführungen und partizipative Methoden ermöglicht es den Zuschauer:innen, aktiv in die Handlung einzugreifen und alternative Lösungen für reale Probleme zu erproben. Dies schafft nicht nur ein Bewusstsein für die Herausforderungen, mit denen Frauen und marginalisierte Gruppen konfrontiert sind, sondern ermutigt auch dazu, aktiv an sozialen Veränderungen mitzuwirken. Ein zentraler Aspekt von Santos' Arbeit ist die Betonung der Intersektionalität. Sie zeigt auf, wie verschiedene Formen der Unterdrückung – wie Sexismus, Rassismus, Klassismus und andere Diskriminierungsformen – miteinander verwoben sind und sich gegenseitig verstärken.