ATT Atelierautor*in • Ewa Mikuła •
Vita
Ewa Mikuła ist eine polnische Dramatikerin, Dramaturgin und Theaterregisseurin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Dokumentartheater, Sozialforschung und poetischen Formen, wobei ihr besonderes Interesse der Sprache und interkulturellen Begegnungen gilt. Ihre Erfahrung als Angehörige der schlesischen Minderheit hat ihr Interesse daran geprägt, wie lokale Erfahrungen umfassendere, globale Phänomene offenbaren können.
Ihr Debüt als Dramatikerin gab sie mit dem Stück Praca, praca, das sie gemeinsam mit Piotr Froń verfasste und das in der Zeitschrift Dialog (2020) veröffentlicht wurde. Zu ihren Arbeiten als Dramatikerin und Dramaturgin zählen u.a. Swans in der Regie von T.S. Berg, das beim Korea International Accessible Dance Festival in Seoul (2024) aufgeführt wurde, sowie Solaris in der Regie von M. Zdunik am Teatr Polski we Wrocławiu (Polnischen Theater in Breslau, 2025). Als Dramatikerin und Regisseurin schuf sie Adulthood am Divadlo Ludus in Bratislava (2023), das im Rahmen eines dreijährigen dokumentarischen Prozesses mit polnischen und slowakischen Jugendlichen entstand, sowie Toć (am Teatr im. Stefana Batorego, 2024), das auf Interviews mit jungen schlesischen Frauen basiert.
Von 2022 und 2024 nahm sie am Future Laboratory, einem internationalen künstlerischen Forschungsprogramm, teil. Im Rahmen des Programms konzentrierte sie ihre Forschung auf ethnische Minderheiten und Minderheitensprachen in Europa. Zu ihren Residenzen gehörten die Théâtres de la Ville de Luxembourg, das Théâtre National de Strasbourg und das Teatrul Tineretului in Piatra Neamț (Rumänien). Sie schuf den performativen Vortrag 10 Lessons for 10 Days of Residency, der am Ende ihrer dreijährigen Residenz bei den Théâtres de la Ville de Luxembourg präsentiert wurde. Außerdem nahm sie an Fabulamundi. Playwriting Europe teil und leitete dort Workshops zum Theaterstückeschreiben an Partnerinstitutionen in Spanien, Österreich, Italien, Polen, Rumänien und Frankreich. Im Jahr 2026 entstand In Between Languages, ein kurzer animierter Dokumentarfilm, der sich mit Polen, Koreanischlernen, und Koreanern, die Polnisch lernen, befasst.
Ewa Mikuła ist die erste internationale Atelierautorin am DT dank der Förderung durch die Herrmann Sudermann Stiftung. Sie lebt in Warschau.