Alte Meister
nach Thomas Bernhard
REGIE Thom Lutz
Premiere am 14.09.2018
letzte Vorstellung am 03.11.2019
Inhalt
Obwohl er beides hasst – Spazierengehen wie Museumsbesuche – spaziert der Musikkritiker Reger seit über dreißig Jahren ins Kunsthistorische Museum, wo er im Bordone-Saal seine Vormittage verbringt. Dort betrachtet er die sogenannten Meisterwerke, vornehmlich Tintorettos Weißbärtigen Mann, um mit großer Lust und Akribie in ihnen das Unfertige, das Fragmentarische und Fehlerhafte zu entdecken. Stets an seiner Seite: der Saaldiener Irrsigler, der ihm als Ansprechpartner und Sprachrohr dient. Eigentlich nämlich ist Reger die Museumssitzbank über die Jahrzehnte zum Denk- und Lesezimmer geworden. Umgeben von den Alten Meistern, inmitten der idealen Raumtemperatur und perfekten Lichtverhältnisse, durchblättert er die Bücher der Großen Geister, sucht die Wahrheit und findet ihre Lücke. Im Grunde genommen aber sichert ihm diese verrückte Gewohnheit das Überleben – vor allem nach dem Tod seiner Frau, der ihn die eigene Unvollkommenheit schmerzhaft deutlich spüren lässt.
Thom Luz inszeniert Thomas Bernhards 1985 erschienen Roman als helle, verzweifelte Hommage an die speziellen Talente einsamer Menschen und macht sich auf die Suche nach der Liebeserklärung hinter der Hasstirade.
Besetzung und Regieteam
REGIE Thom Lutz MUSIKALISCHE LEITUNG Mathias Weibel BÜHNE Wolfang Menhardi, Thom Lutz KOSTÜME Sophie Leypold LICHT Thomas Langguth DRAMATURGIE David Heiligers
mit Christoph Franken, Camill Jammal, Katharina Matz, Wolfgang Nenardi, Daniele Pintaudi
Dauer
1 Stunde 15 Minuten, 0 Pausen
Premiere
14.09.2018
Dernière
03.11.2019