Der Sandmann
von András Dömötör und Zsombor Aurél Biró nach E.T.A. Hoffmann REGIE András Dömötör
Premiere am 13.02.2027
Inhalt
Was geschieht, wenn Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderfallen? Können wir den eigenen Augen überhaupt trauen? E.T.A. Hoffmanns düstere Erzählung über Angst, Projektion, gewaltvolle Männergestalten und künstliche Menschen wirkt heute beinahe unheimlich aktuell. Zusammen mit dem ungarischen Autor Zsombor Aurél Biró überführt András Dömötör den Sandmann in die Gegenwart.
In der Kindheit gruselt sich Nathanael vorm Sandmann, der angeblich Kindern, die nicht schlafen gehen wollen, die Augen stiehlt. Als er bezeugen muss, wie sein Vater bei mysteriösen Experimenten mit dem unheimlichen Advokat Coppelius zu Tode kommt, ist er sicher: Das war der Sandmann. Das Schreckensbild dieses Mannes verfolgt ihn durch sein weiteres Leben und verschmilzt allmählich mit der Wirklichkeit. Seine Verlobte Clara ist überzeugt, dass Nathanael seine Dämonen aktiv bekämpfen kann: „Solange du an ihn glaubst, ist er auch und wirkt, nur dein Glaube ist seine Macht.“ Nathanael hingegen hält das für eine Illusion und glaubt, „dass jeder Mensch, sich frei wähnend, nur dunklen Mächten zum grausamen Spiel diene“. Nur die wortkarge und seltsam ausdruckslose Olimpia scheint ihn noch zu verstehen.
In seiner Bearbeitung von E.T.A. Hoffmanns Meisterwerk der Schwarzen Romantik wirft der Regisseur András Dömötör einen abgründig-satirischen Blick auf zeitgenössische Wirklichkeitsfälschungen, Männerbünde und Nachtseiten der menschlichen Psyche.
Premiere
13.02.2027
Besetzung und Regieteam
- Regie András Dömötör