Die lächerliche Finsternis
von Wolfram Lotz
REGIE Daniela Löffner
Inhalt
„Warum kann ich nicht freundlich sein, warum kann ich nicht ein wenig offen sein zu den anderen Kreaturen?”
Zwei Soldaten sind in Afghanistan auf der Suche nach einem Oberstleutnant, der seine Kameraden im Wahn ermordet hat. Auf ihrer Reise in die Dunkelheit begegnen sie Figuren, die rätselhaft bis irrsinnig sind: Einem somalischen Fischer, dessen Fischgründe von wohlhabenden Nationen leer gefischt wurden und der nun als diplomierter Pirat sein Leben finanziert, italienischen Blauhelmsoldaten, die für die Produktion von Handys den Abbau von Coltan überwachen und einem Bürgerkriegsflüchtling vom Balkan, der auf einem Kanu lebt und mit Nudeln, Spannbetttüchern und Investmentfonds handelt.
Wolfram Lotz beschreibt in seinem Stück, das sowohl an Joseph Conrads Herz der Finsternis als auch an Francis Ford Coppolas Apocalypse Now angelehnt ist, eine Welt, in der Zeit und Raum außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. Die Fahrt auf dem Fluss führt immer tiefer ins „Herz der Apokalypse”, in der der West-Europäer um Orientierung ringt.
Premiere
14.12.2014
Besetzung und Regieteam
- Regie Daniela Löffner
- Ausstattung Claudia Kalinski
- Musik Sebastian M. Purfürst
- Dramaturgie Ulrich Beck