Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten
von Tiago Rodrigues
REGIE Jorinde Dröse
Premiere am 12.03.2027
Inhalt
Jedes Jahr am 19. Mai versammeln sie sich: Bruder, Schwester, Onkel, Cousins und Cousinen kommen auf einem Landgut zusammen, um – so will es die Familientradition – der im Jahr 1954 von den Schergen der Diktatur ermordeten Landarbeiterin Catarina Eufémia zu gedenken. Was als fröhliche Feier beginnt, endet mit einem tödlichen Ritual: Ein Faschist wird erschossen und danach im Korkeichen-Wäldchen verscharrt. Jahr für Jahr geht das so. Ein Mord als Akt der Vergeltung. Doch in diesem Sommer rumort es in der Familie. Die junge Generation widersetzt sich und rebelliert gegen das Fleisch auf dem Teller, gegen die Schusswaffe in der Hand, gegen die Logik von Gewalt und Gegengewalt.
Das Stück des international gefeierten Theatermachers Tiago Rodrigues hat Wellen geschlagen. Nichts ist hier einfach, alle Fragen des Textes führen passgenau in die Dilemmata der Gegenwart: Welche Waffen braucht eine wehrhafte Demokratie? Gibt es Umstände, die Gewalt rechtfertigen? Was ist Kunst und was kann Widerstand bedeuten – in einem Land, in dem Faschisten die Parlamente erobert haben?
Premiere
12.03.2027
Besetzung und Regieteam
- Regie Jorinde Dröse
- Bühne Kathrin Frosch
- Kostüme Juliane Kalkowski
- Musik Jörg Kleemann
- Video Rebecca Riedel
- Dramaturgie Bernd Isele