Juno und der Pfau
von Sean O'Casey
Inhalt
"Heiliges Herz Jesu, nimm uns unsere Herzen von Stein und gib uns Herzen von Fleisch! Nimm von uns diesen mörderischen Hass und gib uns ewige Liebe!"
Dublin im Jahr 1922. Es herrscht Bürgerkrieg. In einer Zwei-Zimmerwohnung einer heruntergekommenen Mietskaserne lebt Familie Boyle. Mr. Boyle, von seiner Frau der Pfau genannt, ist ein arbeitsloser Trinker. Mit seinem Freund Joxer unternimmt er endlose Saufgelage, während seine zupackende Frau Juno mit heldenhaftem Eifer versucht, die gebeutelte Familie zusammenzuhalten. Ihr Sohn Johnny ist mit 20 Jahren bereits Kriegsinvalide. Die Tochter Mary findet ihr Unglück, als unverhofft der Schullehrer Bentham in ihr Leben tritt. Er bringt den Boyles die alles verändernde Nachricht einer großen Erbschaft. Sofort werden neue Möbel gekauft, Kleider bestellt, Feste gefeiert – alles auf Pump. Doch das Testament ist durch einen Formfehler Benthams hinfällig …
Sean O’Casey, der als Kind einer Arbeiterfamilie in den Slums von Dublin aufwuchs, wurde mit seinem bitter-komischen, sozialkritischen Stück über die Sinnlosigkeit des Krieges und die Zerrüttungen der Familie weltberühmt. Milan Peschel inszeniert es als seine erste Arbeit am Deutschen Theater.
Premiere
29.01.2013
Besetzung und Regieteam
- Regie Milan Peschel
- Bühne und Kostüme Magdalena Musial
- Licht Marco Scherle
- Dramaturgie Juliane Koepp