Leerlauf

von Rik van den Bos

  • Box
  • DT Inszenierungen
  • Uraufführung

Auf dieser Seite

Inhalt

"Wie soll ich das vergessen? Ich habe es noch nicht mal erlebt. -
- Ich habe es erlebt. Und ich kann es auch nicht mehr vergessen."
 
Der junge Soldat Birke kehrt von einem NATO-Wüsteneinsatz nach Hause zurück. Auf einem Ohr ist er taub, seitdem neben ihm eine Bombe detonierte. Sein Freund und Kamerad Patrick ist bei dieser Explosion direkt an seiner Seite ums Leben gekommen. Plötzlich wieder zu Hause, wird die Normalität des Alltags zur Überforderung, die vertraute Umgebung zum irrealen Lebensraum und Birke darin ein Deplatzierter. Er findet nicht zurück in sein altes Leben, weiß nicht wie, passt nicht mehr dazu, verkriecht sich in ein Zimmerloch, auf der Suche nach Antworten, um endlich zu vergessen. Dort bekommt er Besuch von Bouwman, Patricks Vater, auch er seit dem Verlust des Sohnes weltentrückt, besessen davon, den Krieg zu verstehen, um den Tod seines Kindes zu begreifen und dessen Erlebnisse nachempfinden zu können.

Der niederländische Autor Rik van den Bos erzählt die Geschichte zweier Menschen, auf die sich das Krisengebiet ausgeweitet hat, die dem Krieg fernab der akuten Gefahr nicht entkommen können. Ein Stück über Kriegserfahrungen und die Frage nach Erfahrbarkeit von Krieg, über Schuld und Verantwortung, Erinnerungen und Traumata.
 
Wir danken Christian Bernhardt und Martin Jäger vom Bund Deutscher Veteranen e.V. für die Gespräche und die hilfreiche Probenbegleitung.

'Leerlauf' wurde geschrieben im Auftrag des Ro Theaters Rotterdam, auf Grundlage von Gesprächen mit Herman Gilis und Gijs Naber.

Premiere

27.10.2013

Besetzung und Regieteam

  • Regie Marvin Simon
  • Bühne und Kostüme Merle Vierck
  • Musik Matthias Frank
  • Dramaturgie Malin Nagel

Termine → Leerlauf

Keine passenden Veranstaltungen.