Von persona non grata zur Sympathieträgerin  Prof. Annette Vowinckel über den Diskurswandel um Hannah Arendt

Wegen ihres Berichts über Eichmann in Jerusalem war Hannah Arendt in Israel lange Zeit eine Persona non grata, in den jüdischen Gemeinden weltweit wurde ihr Buch äußerst kontrovers diskutiert. In Deutschland dagegen ist sie eine von wenigen Personen der Zeitgeschichte, die sich allseitiger Sympathien erfreut. Einer der meistzitierten Sätze von Arendt ist die Forderung, man solle „ohne Geländer“ denken. Aber ist Arendt nicht selbst zu einer Art „Geländer“ geworden?