Der Geizige

von Molière
REGIE Martin Labarenz

  • Kammer
  • DT Inszenierungen

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Inhalt

"Aus gegebenem Anlass mache ich einen kurzen Ausflug zu meinem Geld."

Harpagons Geiz trägt pathologische Züge – aus Angst vor Dieben hat er sein Vermögen im Garten vergraben und bekommt Panikattacken bei dem Gedanken, dass jemand dieses Versteck aufspürt. Sein Sozialverhalten ist durchtränkt von Misstrauen, und das Liebesglück seiner konsumfreudigen Kinder Élise und Cléante durchkreuzt er mit eigenen lukrativ erscheinenden Hochzeitsplänen. Doch im Geflecht aus Abhängigkeiten, egoistischen Manipulationen und Begehrlichkeiten laufen die Dinge anders als von Harpagon gewünscht und selbst im Taumel des unvermeidlichen Happy-Ends bleibt sein Blick nur auf eines gerichtet: seine Geldkassette.

Bei der Uraufführung 1668 fiel Molières frühkapitalistischer Titelheld beim Publikum durch: In den gesellschaftlichen Umbrüchen des 17. Jahrhunderts wird Geiz nicht länger als etwas Lächerliches, als Todsünde betrachtet, sondern die Kapitalanhäufung etabliert sich als Baustein einer neuen politischen Ökonomie.

Premiere

17.05.2015

Besetzung und Regieteam

  • Regie Martin Labarenz
  • Bühne Volker Hintermeier
  • Kostüme Aino Laberenz
  • Dramaturgie Anika Steinhoff
  • Live-Musik The New Roman Empire

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