Die Ratten

von Gerhart Hauptmann
REGIE Michael Thalheimer

  • DT Bühne
  • DT Inszenierungen
  • Eingeladen zum Theatertreffen 2008

Premiere am 06.10.2007

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Inhalt

Das Stück beginnt bereits im Aufnahmezustand: Das polnische Dienstmädchen Pauline Piperkarcka hat sich hochschwanger auf den Berliner Dachboden geflüchtet, auf dem der Theaterdirektor Harro Hassenreuter seinen Theaterfundus lagert. Unter der Obhut der Frau John sollte sie hier eigentlich heimlich gebären können, aber es kommt alles anders. Von überall her rotten sich Menschen zusammen, kommen aus ihren Löchern - wie die Ratten. Die John ist auch dabei. Sie will das Kind behalten, als Ersatz für ihr totes, es notfalls Pauline abkaufen, um so ihre Ehe zu retten. Als Pauline den Handel bereut und das Kleine wiederhaben will, reagiert Frau John panisch. Ein Strudel von Ereignissen nimmt hier seinen Ausgang - am Ende wird er gleich mehrere der verzweifelt handelnden Personen mit sich reißen. Gerhart Hauptmann erzählt in seiner großen, über 24 Jahre hin entwickelten „Tragikomödie” von Berlin, vom Theater - vor allem aber von Menschen in äußerster Not.

Besetzung und Regieteam

REGIE Michael Thalheimer BÜHNE Olaf Altmann KOSTÜME Michaela Barth MUSIK Bert Wrede

mit Horst Lebinsky / Helmut Mooshammer (Harro Hassenreuter), Barbara Schnitzler (Frau Hassenreuter), Lotte Ohm (Walburga, deren Tochter), Mathis Reinhardt (Erich Spitta), Isabel Schosnig (Alice Rütterbusch), Constanze Becker (Frau John), Sven Lehmann (Herr John), Niklas Kohrt / Mirco Kreibich (Bruno Mechelke), Regine Zimmermann (Pauline Piperkarcka), Katrin Klein (Sidonie Knobbe), Henrike Johanna Jörissen (Selma), Michael Benthin (Quaquaro)

Pressestimmen

„So zeigt das traurige alte Stück mit seiner gespenstischen alten Geschichte und seiner seltsamen alten Sprache in dieser Aufführung, was es an großen, überwältigenden, wahnwitzschaudernden Gefühlen noch aufrühren kann. Hier und heute. Wenn man an es glaubt. Hingerissener Beifall für Thalheimers Glaubensbekenntnis. Ovationen für die glaubenswürdigen Schauspieler.” Gerhard Stadelmaier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2007

„Was die junge Becker - eine der Protagonistinnen aus Andres Veiels Dokumentarfilm 'Die Spielwütigen' - da auf die Bühne wuchtet, ist schlichtweg ein Hammer! Und wenn Sven Lehmann als Ehemann, der seine Liebe erst begreift, als beide sich selbst - und erst recht einander - längst abhanden gekommen sind, sich am Schluss wie blind über die Bühne tastet, hat man einen der berührendsten liebestragödischen Momente gesehen, die deutsche Bühnen derzeit zu bieten haben.” Christine Wahl, Spiegel Online, 07.10.2007

 

Premiere

06.10.2007