Feminista, Baby!

nach dem SCUM-Manifesto von Valerie Solanas

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Sie war die Frau, die auf die Pop-Art schoss. Im Juni 1968 wurde Andy Warhol von drei Pistolenkugeln lebensgefährlich verletzt, Jahre später starb er an den Spätfolgen des Attentats. Die Schützin kam aus dem Umfeld von Warhols Factory: Valerie Solanas. Nach ihren Motiven gefragt, antwortete sie: "Ich habe eine Menge schwerwiegender Gründe. Lesen Sie mein Manifest, und Sie wissen wer ich bin." Vier Monate später wurde ihr SCUM-Manifesto veröffentlicht: ein feministischer Text, radikal, voller Furor und zugleich voller Witz. SCUM, das lasen die einen als Abkürzung für "Society for Cutting Up Men" (Gesellschaft zur Vernichtung der Männer). Ebenso aber ist SCUM (Abschaum) die Selbstbezeichnung einer weiblichen, zukünftigen Elite, "dominierenden, sicheren, selbstvertrauenden, widerlichen, gewalttätigen, eigensüchtigen, unabhängigen, stolzen, sensationshungrigen, frei rotierenden, arroganten Frauen, die sich imstande fühlen, das Universum zu regieren."

"Lesen Sie mein Manifest, und Sie wissen, wer ich bin." Mit dieser Aussage hat Valerie Solanas, die sich stets als Schriftstellerin verstand, dazu beigetragen, dass ihr Text meist mit ihrer Biographie kurzgeschlossen wird. Dagegen setzen Tom Kühnel und Jürgen Kuttner den Zorn, die Anmaßung und die Kraft dieses Manifests selbst. Weit über die Frage hinaus, ob Frauen Vorstandsposten in Unternehmen einnehmen sollten, denkt Solanas darin die soziale Ebene und eine gesellschaftliche Utopie stets mit. Die Musik kommt von Christiane Rösinger, einstige Gründerin und Sängerin der Lassie Singers, und Ramin Bijan.

Premiere

20.10.2017

Besetzung und Regieteam

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