Verbrennungen
von Wajdi Mouawad
REGIE Tilman Köhler
Inhalt
„Wo beginnt eure Geschichte? Mit eurer Geburt?
Dann beginnt sie im Schrecken. Mit der Geburt
eures Vaters? Dann ist sie eine große Liebesgeschichte.”
Nach dem Tod ihrer Mutter machen sich die in Kanada lebenden Zwillinge Jeanne und Simon auf die Suche nach ihrem Vater und nach ihrem Bruder. Die Mutter, die Jahre vor ihrem Tod aufgehört hatte zu sprechen, hat in ihrem Testament verfügt, dass die Geschwister den beiden je einen Brief in einem verschlossenen Umschlag übergeben sollen. Die Suche führt die Geschwister in die Heimat ihrer Mutter, den Nahen Osten, und auf die Spur eines schrecklichen Geheimnisses. Nach und nach erfahren sie ihre wahre Herkunft und erkennen, wer ihre Mutter wirklich war. Die von Bürgerkrieg und sinnloser Gewalt geprägte Vergangenheit ihrer Familie wirft alle ihre bisherigen Sicherheiten über den Haufen und zwingt sie dazu, sich neu zu orientieren.
Der 1968 im Libanon geborene frankokanadische Autor Wajdi Mouawad erzählt in eindrucksvoller Weise, wie schwer es für den Menschen ist, die Gewaltspirale, die bis in die Wurzeln einer Kultur zurückgeht, zu durchbrechen. Er konfrontiert das individuelle Schicksal mit der kollektiven Tragödie des Krieges und thematisiert zugleich die Hilflosigkeit der westlichen Werte angesichts von Gewalt und Krieg.
Besetzung und Regieteam
REGIE Tilman Köhler BÜHNE Karoly Risz KOSTÜME Susanne Uhl MUSIK Jörg-Martin Wagner DRAMATURGIE Sonja Anders
mit Maren Eggert (Nawai), Kathleen Morgeneyer (Jeanne), Christoph Franken (Simon), Harald Baumgartner (Hermile), Barbara Heynen (Sawda), Thomas Schumacher (Nihad), Ensemble (Ralph, Wahab, Nazira, Elhame, Antoine, Arzt, Abdessamad, Soldaten, Fremdenführer, Hausmeister, Malak, Mann, Chamseddine), Rafah Azzouka, Shadia Abou Hamdan, Ohoude Khadr (Sängerinnen)
Premiere
02.09.2012
Besetzung und Regieteam
- Regie Tilmann Köhler
- Bühne Karoly Risz
- Kostüme Susanne Uhl
- Musik Jörg-Martin Wagner
- Licht Thomas Langguth
- Dramaturgie Sonja Anders