René Pollesch Regie

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Vita

René Pollesch, geboren in Friedberg bei Hessen, ist Autor und Regisseur. Er studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen bei Andrzej Wirth und Hans-Thies Lehmann. Uraufgeführte Stücke in eigener Regie ab 1998 waren u. a. Drei hysterische Frauen an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Superblock am Berliner Ensemble und Heidi Hoh am Podewil in Berlin. Seine Praxis als Regisseur und Autor, als jemand, der schreibend tätig ist, in dem er Texte produziert und Inhalte ins Spiel bringt, vertraut wesentlich auch auf die Autorschaft, d. h. Formulierung der im Theater versammelten Künstler_innen, allen voran den Schauspieler_innen, Bühnenbildner_innen und Kostümbildner_innen, da nur das autonome Zusammenarbeiten Mehrerer, die Autonomie nicht hermetisch denken, ermöglicht, dass sich das Theater originär formuliert und sich nicht dem Befehl der Alleinherrschaft der Regie über eine Produktion oder gar ein ganzes Verständnis von Theater unterwirft. Von 2001 bis 2007 war René Pollesch Künstlerischer Leiter des Praters der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Die dort entstandene Prater-Trilogie (Stadt als BeuteInsourcing des Zuhause – Menschen in Scheiß-Hotels und Sex nach Mae West) wurde 2002 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im selben Jahr wurde er in der Kritikerumfrage des Fachmagazins Theater heute zum besten deutschsprachigen Dramatiker gewählt. René Pollesch inszenierte seine eigenen Stücke u. a. am Staatstheater Stuttgart, am Burgtheater Wien, am Thalia Theater Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater Berlin sowie in Warschau, Stockholm, Tokio, Sofia und São Paulo. Bis 2017 arbeitete René Pollesch fest und u. a. in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Bert Neumann an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seine dort entstandene Inszenierung Kill your Darlings! Streets of Berladelphia wurde 2012 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. An der Volksbühne erfand er neben zahlreichen Inszenierungen auch Serien- und Filmformate, wie u. a. 24 Stunden sind kein TagBad Decisions und Niagara. René Pollesch erhielt 2001 für www-slums am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und 2006 für Cappuccetto Rosso (Prater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz) den Mülheimer Dramatikerpreis und 2007 für Das purpurne Muttermal (Akademietheater Wien) den Nestroy-Theaterpreis für das beste Stück. Für Fantasma (Akademietheater Wien) erhielt er 2009 den Publikumspreis der Mülheimer Theatertage. 2012 wurde René Pollesch mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet und in die Akademie der Künste Berlin aufgenommen. 2018 erhielt er den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis. René Pollesch ist designierter Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. In der Spielzeit 2018/19 brachte Pollesch im Deutschen Theater Berlin zwei Inszenierungen zur Uraufführung: Cry Baby und Black Maria (in den Kammerspielen). Cry Baby wurde von der TheaterGemeinde Berlin als Aufführung des Jahres 2018/19 ausgezeichnet. In der Spielzeit 2019/20 brachte René Pollesch zwei weitere Uraufführungen auf die Bühnen des Deutschen Theaters: (Life on earth can be sweet) Donna im Dezember 2019 sowie Number Four (Arbeitstitel) im April 2020.

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