ATT On Air – Der Podcast Die internationale Stimme unseres Autor:innenprogramms

Über den Podcast

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52 Wochen, 52 internationale Theaterautor:innen: Seit dem 3. November hat das DT eine Podcastserie der ganz besonderen Art: Für ATT On Air laden wir Autor:innen aus aller Welt ein, uns eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die Mut macht, oder Hoffnung, die vom Leben und Alltag dort erzählt, wo sie geschrieben wurde. Geschichten, die zusammen davon künden, dass es überall und immer weiter Vertrauen darin gibt, an eine globale Zukunft des Austauschs zu glauben – gerade in Zeiten einer globalen, ökologischen Krise immer größer werdenden Sprachlosigkeit. Wir glauben daran, dass Theaterhäuser und Autor:innen in diesem Prozess eine Aufgabe übernehmen können und dachten uns, was dafür gerade fehlt, sind Erfolgsgeschichten aus Gegenwart und naher Zukunft, aus aller Welt. Und wo kämen diese besser zusammen und zu Wort als in einer Podcastserie?

Der Host dieser Serie ist – anders als in anderen Podcastformaten – keine Einzelperson, sondern das Ensemble des Deutschen Theaters. In jeder Folge wird nicht nur eine neue Kurzgeschichte vorgestellt, zu hören sind neben den jeweiligen Autor:innen in der Sprache ihres Textes auch Ensemblemitglieder des DT mit einer deutschen Übersetzung. 

Folge 15 – УЛИЦАТА / Die Straße von Alexander Manuiloff

In der fünfzehnten Folge von ATT On Air reisen wir nach Bulgarien. Und werden Zeuge einer bulgarischen Straßenszene, von Trubel, Chaos und vom Leben, das oft seltsame Wendungen für uns bereithält. Der Text dieser Folge kommt von Alexander Manuiloff, gesprochen hat ihn Janek Maudrich.

Der 1978 in Sofia geborene Alexander Manuiloff ist bulgarischer Dramatiker, Autor und Dramaturg, dessen Stücke bereits bei über fünfzig Theaterfestivals auf vier Kontintenten gezeigt wurden. Als Gründer von Radar Sofia, einem Residencyprogramm für ausländische Dramatiker:in engagiert er sich für die künstlerische Nachwuchsförderung in Bulgarien, außerdem ist er der erste bulgarische Dramatiker, der beim ehemaligen Stückemarkt des Berliner Theatertreffens vorgestellt wurde. Alexander Manuiloffs Stücke wurden bereits in dreizehn Sprachen übersetzt.

Hier können Sie die fünfzehnte Folge anhören.

Folge 14 –  Попутчица / Mitreisende von Olya Voronkov

Die vierzehnte Folge von ATT On Air handelt von Bewegung. Von Fahrten mit der Londoner U-Bahn durch die britische Hauptstadt und von einer Reise nach Weißrussland. Und sie erzählt von der Unmöglichkeit, wirklich an einem anderen Ort anzukommen, wenn im eigenen Land Krieg herrscht. Geschrieben von Olya Voronkova und gelesen von Julia Gräfner. 

Olya Voronkova ist eine belarussische Videoredakteurin, Drehbuchautorin und Webtexterin. Als Aktivistin gegen das repressive Regime des autoritären Präsidenten Lukaschenko von ihrem Studium ausgeschlossen, zog sie nach Polen und schloss dort 2009 einen Master in Medienwissenschaften ab. Anschließend kehrte Olya zurück nach Minsk und arbeitete als Texterin für verschiedene belarussische Onlinemedien. Mittlerweile lebt sie in London und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Theater und Aktivismus unter anderem am Young Vic und dem Belarus Free Theatre.

Hier können Sie die vierzehnte Folge anhören.

Folge 13 – Hand-me-downs / Dinge, die weitergegeben werden von Nathan Ellis

Die dreizehnte Folge von ATT On Air handelt vom Aufbruch. Von einem Umzug, vom Abschied, vom Erinnern und davon, dass das Leben bevölkert ist von vielen Dingen, die vor uns da waren und uns überleben werden. Erzählt in einer akustischen Postkarte aus London von Nathan Ellis. Und gelesen von Andri Schenardi.

Nathan Ellis ist britischer Dramatiker und Autor und schreibt für Film und Theater, wofür er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Als Autor war er Teil verschiedener Writers' Rooms, u. a. für die BBC und den britischen Channel 4. Sein Stück work.txt wurde 2022 am Soho Theatre in London uraufgeführt und tourt derzeit unter anderem durch Australien, Deutschland, Brasilien und Ägypten. Neben seiner Tätigkeit als Autor leitet er die freie Theatergruppe SUBJECT OBJECT und interessiert sich für kollaborative Theaterformate und -experimente. 

Hier können Sie die dreizehnte Folge anhören.

Folge 12 –  The woman who married a spirit / Die Frau, die einen Geist heiratete von Kagayi Ngobi

Bei der zwölften Folge von ATT On Air handelt es sich um eine ganz besondere: Dieses Mal gibt nicht nur einen Text eines Autors, sondern eine Unterhaltung. Der ugandische Dramatiker Kagayi Ngobi schickt uns ein Gespräch mit seiner Großmutter Egenesi Tiwabeeka, mit der er über ihre Erinnerungen, einen Stein und einen Geist spricht. Es liest: Lenz Moretti.

Kagayi Ngobi ist ugandischer Autor, Dramatiker und Herausgeber. Während seiner ersten Karriere als Jurist stellte er den Verlust traditionellen Geschichtenerzählens in Uganda fest und entschied sich für den Wechsel zu Literatur und Theater. Seine Stücke wurden bereits in Uganda, Kenia, Schweden und Deutschland aufgeführt, zudem publizierte er bereits über 25 Bücher anderer Autor:innen. Zudem engagiert er sich für die Ausbildung junger Schriftsteller:innen, gründete die Stiftung Kitara Nation, die jungen Künstler:innen die Fähigkeiten vermitteln soll, die literarische Landschaft Ugandas neu zu gestalten. Kagayi engagiert sich für die Veröffentlichung ugandischer Inhalte und die befragt in seiner Arbeit romantisierende Vorstellungen afrikanischer Lebenserfahrungen.

Hier können Sie die zwölfte Folge anhören.

Folge 11 – Árbol asserado / Abgesägter Baum von Victor Alarcón

Die elfte Folge handelt von einer Beobachtung aus Caracas: Bei mehreren Spaziergängen durch die Stadt nimmt der venezolanische Lyriker und Erzähler Víctor Alarcón einen seltsamen Baumstumpf wahr, der, eigentlich einem Neubauprojekt zum Opfer gefallen, eine seltsame Widerstandskraft entfaltet und aus dessen Stumpf immer wieder neues Leben sprießt. Gelesen von Manuel Harder.

Víctor Alarcón wurde 1985 in Caracas, Venezuela geboren und ist ein katalanisch-venezolanischer Erzähler und Dichter. Trotz seiner umfangreichen akademischen Karriere als Literaturwissenschaftler verlor Alarcón nie seine Liebe zu guten Geschichten, wie er über sich selber sagt. Seit 2008 veröffentlich er Prosa und Lyrik, sein erster Gedichtband Mi padre y otros recuerdos setzte sich mit Tod und Verlust auseinander, in anderen Texten spielen Migrationsgeschichten und die eigene Identitätssuche eine zentrale Rolle.

Hier können Sie die elfte Folge anhören.

Folge 10 –  Fernweh von Ebru Nihan Celkan

Die zehnte Folge dieser Serie handelt von zwei Orten zugleich, von Istanbul und Berlin – und vielleicht auch von einem imaginären Punkt dazwischen. Ebru Nihan Celkan verhandelt in einem losen Dialog zwischen einer Erzählerin und der Stadt Istanbul das Verhältnis zur eigenen Heimat, die Sehnsucht nach einem gleichzeitig unbekannten wie vertrauten Ort, untersucht, was Zugehörigkeit bedeuten kann. Zur eigenen Zeit, Geschichte, zur Welt – gelesen von Caner Sunar.

Ebru Nihan Celkan ist Dramatikerin und Autorin, deren Stücke auf diversen Bühnen in der Türkei und in Deutschland gespielt wurden. Sie leitet Workshops für performatives Schreiben und Erzählen und unterrichtet an verschiedenen Universitäten und kollaboriert mit NGOs. Am Berliner Maxim Gorki Theater nahm sie 2017 gemeinsam mit Sivan Ben Yishai, Anastasiia Kosodii und Mehdi Moradpour am internationalen Dramatiker:innenlabor Krieg im Frieden teil. In ihren Texten beschäftigt sie sich meist mit gesellschaftlichen Tabus innerhalb der türkischen Gesellschaft, mit ihren Missständen und der Suche nach Geschlechtergerechtigkeit.

Hier können Sie die zehnte Folge anhören.

Folge 9 –  Ceiba / Rest In Blues von Elemawusi Agbédjidji

Die achte Folge dieser Serie ist ein Blues aus Togo. Elemawusi Agbédjidji beschreibt in einem lyrischen Bild das samstägliche Treiben eines togoischen Marktplatzes und verbindet es mit seiner Schwermut über die Abwesenheit einer geliebten Person, mit der Abwesenheit alles Fehlendem in diesem Moment, eine Reflexion über Zeit und Vergänglichkeit – gelesen von Komi Mizrajim Togbonu.  

Elemawusi Agbédjidji wurde in Lomé in Togo geboren und ist Autor und Regisseur. Seine Stücke wurden bereits in zahlreichen Theatern und Festivals gespielt, unter anderem in den Münchner Kammerspielen und beim Theaterfestival in Avignon. Eine Arbeitsbeziehung verbindet ihn mit dem Regisseur Jan-Cristoph Gockel, zuletzt inszenierte dieser Agbédjidjis Psyche 17 im Doppelabend gemeinsam mit Heiner Müllers Der Auftrag am Deutschen Theater Berlin. In seinen vielfach ausgezeichneten Texten interessiert sich Agbédjidji für die Suche nach vorkolonialer, afrikanischer Identität und sucht nach einer Sprache, daran anzuknüpfen.

Hier können Sie die neunte Folge anhören.

Folge 8 – La Cabane / Die Hütte  von Ian de Toffoli

In der achten Folge, gelesen von Florian Köhler, geht es von der Stadt in den Wald: Der luxemburgische Autor Ian de Toffoli hat einen Text über ein Erbe geschrieben, eine alte Bretterhütte, die zum Zufluchtsort für Ausgestoßene, Nomaden und Apokalyptiker wird. Und zur Utopie, jenseits der maroden Großstadt.

Ian de Toffoli ist studierter Philosoph und Kunsthistoriker und wurde über die Rezeption des Lateinischen in zeitgenössischer Literatur promoviert. Er ist jedoch nicht nur Wissenschaftler, sondern veröffentlichte auch zwei Romane und zahlreiche Theaterstücke. 2009 hatte L’Annonce seine Uraufführung im Centre des Arts Pluriels in Ettelbrück und wurde anschließend am Nowy Teatr in Warschau gezeigt. Ian de Toffoli lebt zwischen Brüssel und Luxemburg, spricht viele Sprachen, schreibt jedoch hauptsächlich auf Französisch und Deutsch.

Hier können Sie die achte Folge anhören.

Folge 7 – До / Note C von Natalka Vorozbhyt

In der siebten Folge verbindet die ukrainische Autorin Natalka Vorozbhyt zwei Orte miteinander: Das englische Oxford ihres temporären Exils und der Heimat im Krieg, der Ukraine. In ihrem sehr persönlichen Text, gelesen von Mareike Beykirch, erhält die Erinnerung an ihre kriegsversehrte Heimat einen doppelten Boden, sehnsuchtsvoll und anziehend und mit explosiver Sprengkraft, voller Trauer über ihre Unzugänglichkeit gleichzeitig – ein sprachlicher Umgang mit der Unmöglichkeit des Vergessens. 

Natalka Vorozhbyt wurde 1975 in Kiew geboren und ist Dramatikerin, Drehbuchautorin und Festivalkuratorin. Gemeinsam mit dem deutschen Regisseur Georg Zheno schuf sie das Festival der Vertriebenen, in dem Flüchtlinge aus dem ostukrainischen Donbas ihre Geschichten erzählen können. Als Dramatikerin wurden ihre Stücke bereits auf zahlreichen Bühnen in der Ukraine, in Russland, Großbritannien, Polen, Lettland und Deutschland aufgeführt, unter anderem am Royal Court in London, den Münchner Kammerspielen oder dem Berliner Maxim Gorki Theater. Vielfach spielt der seit 2014 herrschende Krieg in der Ukraine eine Rolle, unfreiwillig ist sie zu einer Chronistin des Leids ihres Landes geworden. 

Hier können Sie die siebte Folge anhören.

Folge 6 –  Here I come / Hier komme ich von Christian Lollike

In der sechsten Folge reisen wir mit dem dänischen Autor Christian Lollike nach Sri Lanka. Im zweiten lyrischen Beitrag dieser Serie, gelesen von Natali Seelig, beschäftigt sich Lollike mit der Kontinuität kolonialer Ausbeutung, mit europäischer Schuld und untersucht die Verdrängung der sich daraus ergebenden Verantwortung durch die Sehnsucht nach touristischer Entspannung.  

Christian Lollike zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Dramatikern Dänemarks und ist Gründer und war bis vor Kurzem auch Leiter des Kopenhagener Sort/Hvid, einem kleinen und progressiven „Theater für Kunst und Politik”, wie es sich selber beschreibt. Christian Lollike erhielt für seine Theaterstücke und Hörspiele bereits zahlreiche Preise und blickt mit klugem Humor auf meist ziemlich kontrovers diskutierte, politische Themen.  

Hier können Sie die sechste Folge anhören.

Folge 5 – V cvet / Blütezeit von Simona Hamer

Obwohl es am 1. Dezember in Berlin schon schneit, wird es in der fünften Folge sommerlich: Anja Schneider spricht einen Text der slowenischen Dramatikerin Simona Hamer, der uns durch die aufgeheizten Straßen von Ljubljana führt, durch eine urbane Betonwüste, in der sich ganz unerwartet ein summendes Naturspektakel ereignet.  

Simona Hamer ist Dramaturgin und Theaterautorin aus Ljubljana, Slowenien, schrieb bereits zahlreiche Stücke, Hörspiele und erhielt 2017 den slowenischen Dramatikpreis für Postcards or Fear is hollow on the inside and empty from the outside. Neben ihrer Arbeit als Autorin engagiert sie sich für die Förderung junger Dramatiker:innen in Slowenien und interessiert sich mit warmherzigem Blick für soziale Tabus, den zunehmenden Nationalismus in Europa, wie man dem begegnen kann und untersucht in ihrer Arbeit den Zusammenhang der Ausbeutung von Mensch und von Natur.

Hier können Sie die fünfte Folge anhören.

Folge 4 – Gáz / Gas von Csaba Székely

In der vierten Folge geht es nach Rumänien, mit einem Text auf Ungarisch von Csaba Székely. Székely ist Teil der ungarischen Minderheit in Rumänien und erzählt eine ungewöhnliche Geschichte: über die Freude in der rumänischen Stadt, in der er aufgewachsen ist, über die gestiegenen Gaspreise. Woher diese Freude kommt, erfahrt ihr in dieser Episode von ATT On Air, gelesen von Felix Goeser.

Csaba Székely ist Dramatiker, Drehbuchautor und literarischer Übersetzer. Er wurde 1981 in Târgu Mureș, Rumänien, geboren. Sein erstes Theaterstück Do You Like Banana, Comrades? gewann 2009 den Regionalpreis für Europa beim Internationalen Hörspielwettbewerb der BBC. Über Siebenbürgen schrieb Székely eine Trilogie: Bányavirág (Minenblumen), Bányavakság (Minenblindheit) und Bányavíz (Minenwasser), in der er Themen wie Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, Nationalismus, Korruption und hohe Selbstmordraten unter der ungarischen Bevölkerung in Rumänien untersucht. Die Stücke wurden in ungarischen, rumänischen und slowakischen Theatern aufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er ist einer der Drehbuchautoren für die 3. Staffel der HBO-Serie Terápia (In Treatment).

Hier können Sie die vierte Folge anhören.

 

Folge 3 – A Vow to Protect / Der Schutzsegen von Himali Kothari

In der dritten Episode liest Svenja Liesau eine Geschichte der indischen Autorin Himali Kothari. Auf einer Zugreise von Mumbai in ein kleines, indisches Dorf wundert sich ein junges Mädchen über die seltsamen Aufforderungen zum Umweltschutz, die auf großen Werbetafeln neben Werbung für Banken und Versicherungen ihre Reiseroute pflastern. Wie soll sie, in einem Slum von Mumbai aufwachsend, mit wöchentlich nur wenigen Stunden fließendem Wasser, noch mehr davon sparen?

Himali Kotharis versteht ihre Arbeit als Autorin als kontinuierliches Durchforsten eines Kaninchenbaus voll unerwarteter Wendungen. Seit 2006 ist sie als freiberufliche Autorin und kreative Redakteurin tätig, schreibt Texte für Websites, Reportagen, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Sie ist Mitautorin des Theaterstücks The Bose Legacy, das 2023 in Mumbai uraufgeführt wurde. Friends for Life, in dem sich Kothari explizit mit der Klimakrise auseinandersetzt, wurde von der in New Yorker Organisation The Arctic Cycle veröffentlicht.

Hier können Sie die dritte Folge anhören.

Folge 2 – S’ ändgültige Ändi vo de Ewigkeit /
Das endgültige Ende der Ewigkeit von Alexander Stutz

In der zweiten Woche geht es gleich binational weiter: Lorena Handschin spricht einen Text des jungen Schweizer Autors Alexander Stutz, der allerdings mittlerweile nicht mehr in der Nähe von Zürich, sondern auf Island lebt und sich mit den wandelnden Naturverhältnissen des Menschen beschäftigt. Diese isländisch-schweizerische Folge handelt von der Suche nach Verbindung zwischen der rauen, nordischen Natur und dem Theater – dort wo eben jene Naturverhältnisse verhandelt werden, fernab der brausenden Winde Islands.

Alexander Stutz absolvierte eine Ausbildung als Gestalter, zog nach Deutschland und arbeitete im freien Theater Tempus fugit als Grafiker und Theaterpädagoge, leitete und arbeitete anschließend in verschiedensten Theatervereinen in der Schweiz und beendete 2022 seinen Master of Arts in Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. 2020/2021 ist er einer von vier Teilnehmer:innen des Dramenprozessor, einer Plattform für Autor:innenförderung welche das Theater Winkelwiese initiierte. Dabei entstand sein Debutstück Das Augenlid ist ein Muskel, das eines der drei Gewinnerstücke der Autor:innentheatertage 2022 war, welche vom Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Graz und Schauspiel Leipzig umgesetzt werden. Die Jury begründet ihre Auswahl wie folgt: „Stutz’ Text findet eine atemberaubend sprachliche Form für ein Thema, bei dem einem die Sprache immer wieder wegbleibt.“   

Hier können Sie die zweite Folge anhören.

Folge 1 – Postales / Postkarten von Emilio García Wehbi

Wir starten mit einer Postkarte aus Argentinien, die uns Emilio García Wehbi geschickt hat. In seiner Postkarte geht es um Erinnerung und Verantwortung. Darum, dass niemand in der Welt lebt, ohne Verbindungen in die Vergangenheit und genauso in die Zukunft zu haben – und dass es gerade die Literatur und das Schreiben ist, das uns an diese Bezüge zu erinnern kann. Jonas Hien stellt diesen Text in der ersten Folge vor.

Wehbi ist Theaterautor, interdisziplinärer Künstler und arbeitet mit verschiedenen, szenischen Sprachen. 1989 gründete er El Periférico de Objetos, eine einflussreiche Gruppe in der experimentellen, freien Szene Argentiniens und ist bis heute ein prominenter Theaterregisseur, Regisseur, Performer, bildender Künstler und Lehrer. Seine Theaterproduktionen, Opern, Installationen und urbanen Interventionen wurden in den wichtigsten Veranstaltungsorten, Festivals und Städten weltweit gezeigt.

Hören Sie hier die erste Folge!