Die Weber
von Gerhart Hauptmann
Inhalt
Hauptmanns im schlesischen Dialekt geschriebene Schauspiel behandelt den Weberaufstand von 1844. Durch mechanische Webstühle und billig importierte Baumwolle sind die Arbeitslöhne gefallen, ist die Arbeitslosigkeit und Armut unter den Webern gestiegen. Der Fabrikant Dreißiger und sein Angestellter Pfeiffer wollen die Löhne noch weiter drücken und haben zudem kein Verständnis für die Klagen ihrer Arbeiter, was zur Revolte führt. Der Aufstand der Weber ist ein Akt der Notwehr, der Hunger treibt die Arbeiter zur Gegenwehr, die Verzweiflung zur Gewalt: Sie plündern die Villa Dreißigers, vertreiben die Bewohner, ziehen demonstrierend durch die Straßen. Schließlich wird Militär gegen sie eingesetzt, Schüsse fallen, der hilflosen Gewalt der Weber wird mit scharfen Waffen geantwortet. Der alte, am Aufstand unbeteiligte Weber Hilse, der aufgrund seiner religiösen Überzeugung die Ausschreitungen verurteilt, wird zum Schluss des Stückes durch eine verirrte Kugel des Militärs getroffen.
Premiere
20.01.2011
Besetzung und Regieteam
- Regie Michael Thalheimer
- Bühne Olaf Altmann
- Kostüme Michaela Barth
- Musik Bert Wrede
- Dramaturgie Sonja Anders