Don Carlos
von Friedrich Schiller
REGIE Stephan Kimmig
Inhalt
„Ein ungeheurer Spalt / Reißt vom Geschlecht der Sterblichen ihn los / Und Gott ist heut, wer gestern Mensch noch war.”
In Zeiten blutiger Glaubenskriege bröckelt das Imperium von König Philipp von Spanien. Er selbst ist innerlich erloschen, ausgebrannt. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Seinem eigenen Sohn Don Carlos verwehrt er nicht nur den Zugang zur Macht, sondern versagt ihm auch jede Liebe. Die seinem Sohn versprochene Frau, Elisabeth von Valios, heiratet er selbst und macht sie zur Königin von Spanien. Carlos wiederum reibt sich in der Vergeblichkeit seines Liebens und Handelns auf, während die Karrieristen der Kirche und des Militärs, Domingo und Herzog von Alba, ihre Machtübernahme planen. In diese verfahrene Situation kommt Marquis Posa, früherer Freund von Carlos und ehemals in königlichen Diensten, jetzt ein Freigeist, der die Schrecken der Glaubenskriege und der fundamentalistischen Machtkämpfe mit angesehen hat. Er kämpft für einen Weg der Toleranz, und es gelingt ihm für Momente, das in Zynismus und Isolation erstarrte Machtgefüge in Bewegung zu bringen. Doch die zerstörerischen Kräfte schlafen nicht.
Premiere
30.04.2015
Hinweise
Hamburger Theaterfestival 29. und 30. November 2016
Mannheim Schillertage 20. Juni 2015
Besetzung und Regieteam
- Regie Stephan Kimmig
- Bühne Anne Ehrlich
- Kostüme Katja Haß
- Musik Michael Verhovec
- Dramaturgie John von Düffel
- Anja Rabes