nach dem Roman von Joseph Roth

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Inhalt

Alle Jahre habe ich Gott geliebt, und er hat mich
gehasst. Alle Jahre hab' ich ihn gefürchtet,
jetzt kann er mir nichts mehr machen. Er kann mich
nur noch töten. Aber dazu ist er zu grausam.
Ich werde leben, leben, leben.

Auf der Suche nach einem besseren Leben emigriert der Lehrer Mendel Singer mit seiner Familie nach Amerika. Wie viele seiner Landsleute verlässt er seine Heimat Russland, in der er in armen Verhältnissen lebte. Er lässt, auch wenn ihm darüber das Herz bricht, seinen Sohn Menuchim zurück, der unter Epilepsie leidet und im Alter von zehn Jahren nur ein einziges Wort spricht. Für ihn wäre in der Neuen Welt kein Platz. Doch Mendel Singers Leidensweg soll erst beginnen: Er verliert seine Söhne, seine Frau und bleibt in Amerika heimatlos. Da verflucht er das Letzte, was ihm geblieben ist, seinen Gott.

Joseph Roth schickt Mendel Singer auf eine Odyssee, die sich an der Hiob-Gestalt des Alten Testaments orientiert: Der einfache Mann hadert in höchster Verzweiflung mit seinem Gott und erlebt auf dem Höhepunkt seiner Qual schließlich ein Wunder. Roth verlegt die Handlung seines Romans auf den Beginn des 20. Jahrhunderts und fügt die Fremdheitserfahrung der "Ströme freiwilliger und unfreiwilliger Wanderer" seiner Zeit hinzu. Das Thema der Emigration verbindet sich mit dem Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Historie, dem drohenden Verlust seiner eigenen Identität, der Vorahnung einer politischen Katastrophe...

Premiere

31.03.2016

Besetzung und Regieteam

  • Regie Anne Lenk
  • Bühne Halina Kratochwil
  • Kostüme Silja Landsberg
  • Musik Leo Schmidthals
  • Video Clemens Walter
  • Dramaturgie Sonja Anders

Termine → Hiob

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