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Automatenbüfett Der Trailer
Vor hundert Jahren war alles schon einmal da: der Fachkräftemangel, die Beschleunigung des Lebens, die Notwendigkeit, durch schnelle und unkomplizierte Nahrungsaufnahme die Arbeitskraft der städtischen Bevölkerung zu erhalten – und auch das Versprechen, durch Technik diese Probleme lösen zu können. Man glaubt es kaum, aber Automatenbüfetts sind keine amerikanische, sondern eine genuin deutsche Erfindung.
Anna Gmeyners Automatenbüfett macht solch eine Gastwirtschaft zum Schauplatz. Die Beziehung von einem zeitgenössischen Adam und einer modernen Eva; die Zeichnung der Büfettbesitzerin zwischen Geschäftstüchtigkeit und Lebenshunger; Die Zwielichtigkeit des Untermieters Pankraz, der eine Arlecchino-Figur in kleinkriminellem Gewand ist; dazu die klar umrissenen Charaktere der Gäste, die um dieses Liebesquartett herumgruppiert sind; die prallen Situationen, die pointierte Schreibweise, Sätze, die das Zeug zum Aphorismus haben – all dies lässt hoffen, dass diese weitgehend unbekannte Autorin (von der es auch Romane zu entdecken gibt, die neu verlegt wurden) in unserer Zeit vielleicht wieder mehr Beachtung findet.