Deutscher Herbst
von Stig Dagerman REGIE Christopher Rüping
Premiere am 26.09.2026
Inhalt
Im Herbst 1946 reist ein junger schwedischer Autor durch Deutschland. In seiner Heimat ist Stig Dagerman ein Shootingstar; für die Tageszeitung Expressen besucht er Berlin, Hamburg, das Ruhrgebiet, Städte und Regionen, die in Elend, Hunger und Ruinen liegen. Den literarischen Reisebericht, in den er seine politischen Analysen kleidet, nennt Dagerman Deutscher Herbst.
Es regnet unaufhörlich und der junge Schwede, der wenige Jahre später an seiner eigenen Dunkelheit zugrunde geht, bewegt sich entlang der Frage: ist dieses ihm fremde Land, das so zerbrechlich zwischen Ende und Anfang taumelt, zur Freiheit bereit? 80 Jahre sind ein Menschenleben. Der biologische Kipppunkt in der menschlichen Erinnerungsarchitektur. Denn mit dem Erlöschen jedes Menschen erlischt ein erinnerndes Organ. Aus Gedächtnis wird dann Codierung, aus Stabilität wird die taumelnde Suche nach dem, was einmal war, und dem, was in uns ist.
Für die Theaterproduktion Deutscher Herbst begibt sich der gefeierte Regisseur Christopher Rüping gemeinsam mit seinem Team und Ensemble auf diese Suche. Wie Dagerman legt er das Ohr an die deutsche Geschichte. Wie viel Freiheit ist in uns, wie viele Herbste? Wie viel Anfang und wie viel Ende?
Premiere
26.09.2026
Hinweise
Premiere im Rahmen der Ruhrtriennale: 17.09.2026
Weitere Termine: 18./19./20.09.
Besetzung und Regieteam
- Regie Christopher Rüping
- Bühne Jonathan Mertz
- Kostüme Lene Schwind
- Musik Christoph Hart
- Video Emma Lou Herrmann
- Dramaturgie Bernd Isele