DT ATT Autor:innentheatertage von 2010 bis heute
ATT 2025
Elf Festivaltage, elf Berlin-Premieren, vier neue Ateliertexte in einer Langen Nacht: Die ATT sind das Sichtfenster für die Stücke und Themen der Gegenwart. In einer Zeit, die zum Bekenntnis auffordert – zur Eindeutigkeit, zur Homogenität, zur Kohärenz – erzählen die ATT 2025 Geschichten der Unzugehörigkeit.
Das Programm
Die Ateliers
dschInd, deine jahreszeiten
Fellwechsel
Herrlichkeit 1 und 2
Nach dem Hass
Die Gastspiele
Ajax und der Schwan der Scham | Thalia Hamburg
Die Krume Brot | Basel
Er putzt | Wiesbaden
Fischer Fritz | Linz
Frau Yamamoto ist noch da | Schauspielhaus Zürich
Fremde Seelen | Theater Neumarkt / Vorarlberger Landestheater / Belluard Bollwerk International / euro-scene Leipzig
Geld ist Klasse. Ungleichheit und Überreichtum. Theaterstück | Lösch & Engelhorn Umverteilung GbR / FFT Düsseldorf / Theater Rampe Stuttgart
InterEuroVision | Residenz Schauspiel Leipzig / Kaserne Basel
Monopoly. Eine tagesaktuelle Besteigung des deutschen Schuldenbergs | Magdeburg / OSTEN Festival Bitterfeld-Wolfen
Muttertier | Institut für theatrale Zukunftsforschung Tübingen
Onkel Werner | Magdeburg
ATT 2024
Welche Geschichten erzählen wir über unsere Welt, und über uns, die wir sie bewohnen? Wie können Geschichten dabei helfen, die Risse zu begreifen, die sich durch unsere Gegenwart ziehen? Viele Theatertexte des Festivaljahrgangs 2024 erzählen von Abbruchkanten: von Heimaten, die keine Ankerpunkte mehr sind.
Vom 4. bis 15. Juni zeigen wir nicht nur zehn außergewöhnliche Berlin-Premieren, Sie dürfen auch mitstaunen, mitdiskutieren, mitmachen und mitfeiern. Den krönenden Abschluss finden die ATT auch 2024 in einer Langen Nacht. Neu ist allerdings, dass es die Texte der vier Atelier-Autor:innen sind, die hier zum ersten Mal das Licht der Welt erblicken. Viele dieser Texte sprechen über Herkunft – als Phantasma, als Narbe, als politisches Konstrukt. Manche sind witzig, andere nachdenklich; fast alle suchen den direkten Ton, viele lassen die Autor:innen auf der Bühne selbst zu Wort kommen. Es ist ein aktivistischer Jahrgang mit dokumentarischer Tendenz, der während des Festivals von vielen Gesprächsanlässen flankiert wird.
Das Programm
Die Ateliers
Von der Mutter ein Gruß
Ix
Leichter Gesang
Und der Himmel über uns ist sein eigenes Land
Die Gastspiele
Akıns Traum | Köln
Als die Götter Menschen waren
Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt | Oberhausen
Blutstück | Schauspielhaus Zürich
Das beispielhafte Leben des Samuel W. | Görlitz-Zittau
Doktormutter Faust | Essen
Peaces (Fragments of Love) | new space company / Theater am Werk, Wien
Société Anonyme | Schauspielhaus Hamburg
Wir werden diese Nacht nicht sterben | Braunschweig
zwei herren von real madrid | Leipzig
ATT 2023
Drei eigene Uraufführungen im Rahmen einer Langen Nacht, zehn Berlin-Premieren, ein prall gefülltes Festival für Neue Dramatik: Vom 30. April bis 11. Mai 2023 herrscht bei den Autor:innentheatertage 2023 Hochbetrieb auf allen Bühnen des Deutschen Theaters Berlin. In diesem Jahr feiern die ATT ihre letzte Ausgabe unter der Intendanz von Ulrich Khuon, der das Festival 1995 in Hannover ins Leben gerufen und dann von Hamburg mit nach Berlin gebracht hat.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autor:innen
Dem Marder die Taube
Verführung
Gaia am Deutschen Theater (GÖ)
Der Parcours
Özlem Özgul Dündar: An Grenzen
Anaïs Clerc: Brennendes Haus
Elisabeth Pape: Extra Zero
Paula Kläy: Gewölk
Marcus Peter Tesch: Schranzn
Die Gastspiele
Anouk & Adofa | Leipzig
Das Stilleben | Heidelberg
Der kleine Snack | Frankfurt am Main
Die toten Freunde (Dinosauriermonologe) | Kaiserslautern
Hänsel & Greta & The Big Bad Witch | Bern
Im Menschen muss alles herrlich sein | Thalia Hamburg
Johann Holtrop | Köln/Düsseldorf
Ode | Köln
Sonne, los jetzt! | Schauspielhaus Zürich
Wilhelm Troll | Basel
Das Rahmenprogramm
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Tag der Neuen Dramatik: Dialograum Drama-Tische und Heim-Suchungen, ein Leseparcours des DT-Ensemble
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Autor:innensalons mit Nele Stuhler und Jan Koslowski zu Hungry Eyes, Marco Damghani zu Schere, Stein, Papier, Ariane Koch zu Wüste Erde, Caren Jeß zu Im Kasten, Lasse Koch zu Hell(o)
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Publikumsgespräche: Neudeutschland zu Angabe der Person mit Jossi Wieler, In Fleischwolf-Zeiten zu Im Menschen muss alles herrlich sein mit Hakan Savaş Mica u. a., Kunst ist Staat zu Ode mit Rafael Sanchez u. a., Welt retten zu Hänsel & Greta & The Big Bad Witch mit Ruth Mensah u. a., 6. Mai, Abriss der Gesellschaft zu Johann Holtrop mit Stefan Bachmann u. a., Ins Feuer zu Sonne, los jetzt! mit Nicolas Stemann u. a.
ATT 2022 Jury: Ferdinand Schmalz, Julischka Eichel, Christiane Rösinger
Drei Uraufführungen, neun Berlin-Premieren, ein Vierteljahrhundert Neue Dramatik: Vom 8. bis 18. Juni 2022 herrscht bei den Autor:innentheatertage 2022 Hochbetrieb auf allen Bühnen des Deutschen Theaters Berlin. Es ist die 25. Ausgabe des Festivals. Die drei diesjährigen Juror:innen des Festivals haben aus knapp 200 Einsendungen drei Theatertexte ausgewählt, die als Höhepunkt des Festivals am 18. Juni 2022 in einer Langen Nacht der Autor:innen zur Uraufführung kommen. Die Inszenierungen entstehen in Koproduktion mit den beiden Partnertheatern Schauspielhaus Graz und Schauspiel Leipzig.
In den Jahren 2020 und 2021 haben die Autor:innentheatertage zwei sehr besondere Festivals veranstaltet, aber coronabedingt keine Gastspiele gezeigt. In der Auswahl zum Festival 2022 stehen deshalb bewusst auch Zweitaufführungen: Alle Texte sind erstmals auf einer Berliner Bühne zu sehen.
In den Autor:innensalons hat das Publikum die Möglichkeit, unsere Festivalautor:innen kennenzulernen. Sie erzählen dort von ihren Stücken und ihrem Schreiben.
Zum Festivaljubiläum entsteht in Zusammenarbeit mit dem Alexander-Verlag ein Buch der Autor:innen: Weggefährt:innen aus 25 Jahren denken – mal ernst, mal heiter, mal ausschweifend, mal aphoristisch – über ihr eigenes Schreiben nach. Und übers Theater. Den Zauberort, trotz allem. Das Buch erscheint Ende Mai pünktlich zum Festivalbeginn.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autor:innen
Das Augenlid ist ein Muskel
Fischer Fritz
Judith Shakespeare – Rape and Revenge
Besondere Erwähnung der Jury: Wonderwomb
Die Gastspiele
Die Räuber der Herzen | Schauspielhaus Hamburg
Eleos. Eine Empörung in 36 Miniaturen | Graz
Eure Paläste sind leer (All We Ever Wanted) | Münchner Kammerspiele
Koralli Korallo | Kosmos Wien
Lärm. Blindes Sehen. Blinde Sehen! | Burgtheater Wien
Milchwald | Bremen
Monte Rosa | Hannover
Reich des Todes | Köln/Düsseldorf
Wounds Are Forever (Selbstportrait als Nationaldichterin) | Mannheim / Rampe Stuttgart
Das Rahmenprogramm
- Autor:innensalons mit Sivan Ben Yishai zu Wounds Are Forever, Rainald Goetz zu Reich des Todes, Milena Michalek zu Koralli Korallo, Caren Jeß zu Eleos. Eine Empörung in 36 Miniaturen, Theresa Dopler zu Monte Rosa, Bonn Park zu Die Räuber der Herzen, Thomas Köck zu Eure Paläste sind leer (all we ever wanted), Fritz Kater zu Milchwald
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Ein altes Haus voll Leidenschaft: Ein Leseabend mit den DT-Atelierautor:innen Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Thomas Perle, Nele Stuhler, Maria Ursprung
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Wonderwomb: Lesung mit Amir Gudarzi
Die Autor:innenTheaterTexte
- Jubiläumspublikation mit Beiträgen von Michael Althen, Lukas Bärfuss, Sivan Ben Yishai, Andri Beyeler, Dorian Brunz, Nuran David Calis, Lisa Danulat, Michel Decar, Robin Detje, John von Düffel, Reto Finger, Anne Habermehl, Patty Kim Hamilton, Anja Hilling, Caren Jeß, Steffen Kopetzky, Svealena Kutschke, Amanda Lasker-Berlin, Philipp Löhle, Dea Loher, Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Laura Naumann, Jakob Nolte, Albert Ostermaier, Thomas Perle, Rosa von Praunheim, Moritz Rinke, Kevin Rittberger, Ferdinand Schmalz, Nele Stuhler, Miroslava Svolikova, Ulrike Syha, Maria Ursprung
ATT 2021 Jury: Lukas Bärfuss, Fritzi Haberlandt, Schorsch Kamerun
Die Autor:innentheatertage bleiben in Bewegung. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals in der Festivalgeschichte zehn neue Kurzstücke in Auftrag gegeben wurden, die inzwischen teils uraufgeführt, teils weiter gewachsen sind, geht das Festival auch in der neuen Spielzeit neue Wege. Die Monate nach der Theaterpause sollen zu einer Zeit des intensiven Miteinanders werden: geplant sind zwei Festivalausgaben innerhalb einer Spielzeit, viele Autor:innensalons und ein neues Residenzprogramm, in dem ab September monatlich wechselnde Hausautor:innen willkommen geheißen werden.
Die Autor:innentheatertage 2021 zeigen drei Uraufführungen – drei Texte aus 212 Einsendungen, die im Herbst 2020 aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg kamen. Der Juryvorsitzende Lukas Bärfuss hat alle Stücke gelesen und seine Longlist mit den beiden Co-Juror:innen Fritzi Haberlandt und Schorsch Kamerun diskutiert. Wie immer waren alle Jurysitzungen geheim. Am Ende standen drei Stücke, in denen ein Schmerz wohnt, die politisch sind in einem sehr persönlichen Sinn. Sarah Kilter, Amanda Lasker-Berlin und Chris Michalski heißen die Gewinnerautor:innen. Ein weiterer Text – geschrieben von Patty Kim Hamilton – wurde von der Jury mit einer lobenden Erwähnung bedacht. Er ist während des Festivals als szenische Lesung zu sehen.
Neben den prämierten freuen wir uns auf weitere Dramatiker:innen zu Gast. Kevin Rittberger hat für die Autor:innentheatertage 2020 ein Kurzstück verfasst, das die Autorin Penda Diouf inzwischen überschrieben hat. Der neue Text und das Projekt sind am 5. September in Lesung und Gespräch zu erleben.
Ferdinand Schmalz, Jakob Nolte, Rebekka Kricheldorf und Nele Stuhler haben vielgelobte Romane geschrieben, die am 2. September als Vorspann zum Festival vorgestellt werden. Auch der erste Teil von Nele Stuhlers Gaia-Zyklus ist nochmals zu sehen. Er ist in Verbindung mit den Autor:innentheatertagen entstanden und wird fortgeführt Wie die Dramatiker:innen Milena Michalek, Maria Ursprung, Thomas Perle und Fiston Mwanza Mujila ist Nele Stuhler Teil eines neuen Residenzprogramms, mit dem die Autor:innentheatertage ihr Engagement für zeitgenössische Dramatik über das Festival hinaus verstetigen. Am 3. September sind die fünf neuen Hausautor:innen erstmals gemeinsam und in Tischgesprächen zu erleben.
Das Programm
Die Festivaluraufführungen
White Passing
Ich, Wunderwerk und how much I love Disturbing Content
When There's Nothing Left To Burn You Have To Set Yourself On Fire
Die Lesungen
Patty Kim Hamilton: Peeling Oranges
Penda Diouf und Kevin Rittberger: Blackout White Noise (Wenn ihr schweigt, werden die Steine schreien)
Die Autor:innenateliers
Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Thomas Perle, Nele Stuhler, Maria Ursprung
ATT 2020: Autoren[theater]tage Jury: Dea Loher, Nina Hoss, David Tushingham
Es ist ein besonderes Theaterjahr, auch für die Autorentheatertage vom 2. bis 4. Oktober; ein Jahr mit weniger Theater, dafür mit umso mehr Autor:innenschaft. Wir haben die Zwangspause genutzt, um mit unseren Partnertheatern und mit den Autor:innen des diesjährigen Festivals über die merkwürdige Welt nachzudenken, in die wir so unvermittelt hineingeraten sind. So sind drei Uraufführungen und zehn Kurzstücke entstanden, dreizehn künstlerische Blicke auf eine besondere Zeit. Seismografen brauchen Erschütterungen, Texte brauchen Zwischenräume. Theater braucht Autor:innen, die die Veränderungen, denen wir gegenüberstehen, les-, hör-, sicht- und erlebbar machen.
Von Zürich nach Leipzig: Das Schauspiel Leipzig wird neues Partnertheater.
Mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung, der Mara-und-Holger-Cassens-Stiftung und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Das Programm
Die Festivaluraufführungen
beach house
Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs
Schleifpunkt
Neue Kurzstücke, präsentiert als szenische Lesungen
Kevin Rittberger: Blackout White Noise (wenn ihr schweigt, werden die Steine schreien)
Elfriede Jelinek: Blindes Sehen
Milena Michalek: Das hier. Anrufungen aus der ideologischen Moderne
Martina Clavadetscher: Der Glassarg ist doch auch bloß ein öffentliches Bett
Doğan Akhanlı: Die vierte Figur
Nele Stuhler: Gaia rettet die Welt (Gaia rettet sich selbst) (Oder auch: (Wie alles so geworden ist wie es ist) (Bzw. dann auch noch: Wie es vorher war und wie es zwischendurch war))
Bonn Park: GUT (Album)
Miroslava Svolikova: Staatsfragmente (Ein Königsmärchen)
Sibylle Berg: Übergabeprotokolle
Felicia Zeller: Was bisher geschah
Das Rahmenprogramm
- Festivaleröffnung
- Autor_innensalons
ATT 2019 Jury: Esther Boldt, Valeska Grisebach, Steffi Kühnert
Fünf internationale Produktionen und zehn Gastspiele aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, dazu drei Uraufführungen in einer Langen Nacht: Die Autorentheatertage, die vom 24. Mai bis zum 8. Juni 2019 am Deutschen Theater Berlin stattfinden, bündeln die Tendenzen des zeitgenössischen Autor:innentheaters zu einem zweiwöchigen Festival – im Jahr 2019 bereits in ihrer zehnten Berliner Ausgabe. Vor-, Nach- und Tischgespräche, Lesungen und Stückeparcours machen das Festival zu einem Begegnungsort zwischen Ländern, Städten, den Autor_innen und dem Publikum.
Zum zweiten Mal gibt es einen internationalen Auftakt der Autorentheatertage. Diesmal richtet Radar Ost vom 24. bis 26. Mai 2019 den Fokus auf aufregende Inszenierungen aus Weißrussland, Ungarn, der Ukraine, Tschechien und Russland – kompakt an einem Wochenende erstmalig in Berlin.
Das Schauspielhaus Graz und das Theater Neumarkt Zürich werden neue Partnertheater.
Die Inszenierungen
Die Lange Nacht der Autoren
Entschuldigung
ruhig Blut
zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden
Die Gastspiele
atlas | Leipzig
Aufführung einer gefälschten Predigt über das Sterben | Nürnberg
Café Populaire | Neumarkt Zürich
Das Haus auf Monkey Island | Oldenburg
Die Revolution frisst ihre Kinder! | Graz
Drei sind wir | Burgtheater Wien
Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien) | Schauspielhaus Zürich
Love you, Dragonfly | Bremen
Mitwisser | Schauspielhaus Wien
Schnee Weiss (Die Erfindung der alten Leier) | Köln
Rahmenprogramm
- Menschen Tiere Religionen: Ein Leseparcours mit neuen Texten von Svenja Viola Bungarten, Caren Jeß und Nele Stuhler, vorgestellt von unserem Ensemble in Ausschnitten und an besonderen Orten im Deutschen Theater
- Autor_innensalons:Vertreter_innen aller Formen lebendiger Autor_innenschaft sind während der Festivaltage unsere Gäste, darunter Moritz Rinke vor Westend, Caren Jeß, Nele Stuhler, Svenja Viola Bungarten im Anschluss an den Leseparcours, Boris Nikitin im Anschluss an Aufführung einer gefälschten Predigt über das Sterben, Enis Maci im Anschluss an Mitwisser, Rebekka Kricheldorf vor Das Haus auf Monkey Island, Jan-Christoph Gockel und Ensemble im Anschluss an Die Revolution frisst ihre Kinder!, Lisa Danulat, Eleonore Khuen-Belasi und Svealena Kutschke vor der Langen Nacht der Autorinnen
- Einführungen und Gespräche zu Love you, Dragonfly, Schnee Weiss, WUT und Let them eat money – Welche Zukunft?! mit Luisa Neubauer (Fridays for Future)
- Partys und Konzerte mit Brassband PanTurbia und DJ Liam Mockridge, The Queef of England, DJ Spencer Carter, DJane Gerrytale, El Cartel, DJ Karsten Mielke
- Verleihung des Hermann-Sudermann-Preises an Nora Abdel-Maksoud für ihr am Theater Neumarkt erarbeitetes Stück Café Populaire
- Internationales Dramaturg_innen-Treffen zum Stellenwert neuer Theaterliteratur und die drei im Rahmen der Autorentheatertage uraufgeführten Texte. In Kooperation mit der Dramaturgischen Gesellschaft (geschlossene Veranstaltung)
ATT 2018 Jury: Bernd Noack, Bettina Stucky, Saša Stanišić
„In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Autorentheatertage am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater in Berlin ein klug ausgeweitetes Festival geworden, das neben eigenen Aufführungen der von der Jury ausgewählten Texte auch Gastspiele präsentiert, in denen herausragende Gegenwartsstücke gezeigt werden. Das Festival konkurriert heute mit anderen Uraufführungsfestivals und Schreibworkshops. Was aber nicht verlorengegangen ist, trotz aller neuen Modalitäten, trotz wechselnder Jurorinnen und Juroren, trotz aller Theatermoden: der leidenschaftliche Wille, Menschen zusammenzubringen, die davon überzeugt sind, dass genuin für die Bühne geschriebene Texte der Kraftstoff sind, den ein lebendiges Gegenwartstheater braucht.” – Wolfgang Höbel, Redakteur beim Spiegel, war 1997 Juror der Autorentheatertage.
Erstmals starten die Autorentheatertage 2018 mit einem internationalen Auftakt: Mit Blick auf die eigene Geschichte und die wachsende Zusammenarbeit mit Künstler_innen aus Osteuropa und Russland fanden wir es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und auch bei den Autorentheatertagen ein Fenster nach Osten zu öffnen. Vom 1. bis 3. Juni gastieren daher beim Festival Radar Ost im Deutschen Theater vier bemerkenswerten Inszenierungen aus Georgien, Litauen und Polen zu sehen.
Für das Programm der Autorentheatertage vom 1. bis 23 Juni 2018 hat die Jury bereits im November aus 143 eingesandten Theatertexten die drei Stücke gekürt, die am Ende des Festivals in der Langen Nacht der Autor_innen am 22. Juni ihre Uraufführung erleben werden.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
Eine Version der Geschichte
Europa flieht nach Europa
In Stanniolpapier
Die Gastspiele
Children of Tomorrow | Volkstheater München
Das achte Leben (für Brilka) | Thalia Hamburg
Das hässliche Universum | Frankfurt am Main
Die Hauptstadt | Neumarkt Zürich
Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder, klagt) | Schauspielhaus Wien
Gas. Plädoyer einer verurteilten Mutter | Bremen
Gutmenschen | Volkstheater Wien
Jedermann (stirbt) | Burgtheater Wien
Das Rahmenprogramm
- Autor_innen Salon (Outdoor): Hannes Oppermann begrüßt literarische Gäste anlässlich der anstehenden Fußball WM im improvisierten Kleingarten, darunter Laura Naumann vor Das hässliche Universum, Robert Menasse vor Die Hauptstadt, Thomas Köck vor Die Zukunft reicht uns nicht und Yael Ronen vor Gutmenschen
ATT 2017: Welche Geschichten erzählen? Jury: Anke Dürr, Anette Paulmann, Jan-Ole Gerster
„Als 1894 am Deutschen Theater Berlin Gerhart Hauptmanns Drama über die Weber uraufgeführt wurde, war ein halbes Jahrhundert seit dem Weber-Aufstand in Schlesien vergangen. Und Dantons Tod war auch schon 41 Jahre her, als Georg Büchner sein Stück über den französischen Revolutionär vollendete. Heute kann es sich eigentlich kein Autor mehr erlauben, so einen Stoff so lange liegen zu lassen.
Als 2015 fast eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen, gab es über dieses Ereignis schon ein paar Monate später die ersten Stücke auf deutschen Bühnen. Häufig waren es rohe, dokumentarische, journalistische Formate – und das war gut so, für den Moment. Jetzt aber, mit dem Abstand von mehr als einem Jahr, scheint die Zeit gekommen für eine neue Art von Stücken zu diesem Thema: sprachlich, formal und inhaltlich komplexer, reflektierter, mit neuen Perspektiven. Zwei der drei Stücke, die die Jury am Ende aus den 125 eingesandten Texten ausgesucht hat, beschäftigen sich mit der Flüchtlingsproblematik – und weisen dabei über die konkrete Situation hinaus, wie es jedes gelungene Kunstwerk tut.” – Anke Dürr, Jurysprecherin
Neben den Uraufführungen der Langen Nacht stehen zehn Gastspiele im Fokus der Autorentheatertage vom 14. bis 24. Juni 2017. Unterschied-lichste Formen mischen sich: Monodrama, traditionelle Szenenfolge, Romanadaption, Rechercheprojekt, multimediale Performance, absurde Komödie, poetische Groteske – und dokumentieren die Vielfalt und Lebendigkeit des Gegenwartstheaters. Zwei Newcomer gibt es zu entdecken. Der Schweizer Performer, Musiker, Lyriker und ehemalige Rapper Jürg Halter hat mit Mondkreisläufer sein erstes Theaterstück geschrieben. Die junge Österreicherin Miroslava Svolikova ist gleich mit zwei Erstlingswerken vertreten und wird dafür im Rahmen der Autorentheatertage mit dem Hermann-Sudermann-Preis ausgezeichnet.
Wir danken der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Rudolf Augstein Stiftung, der Stiftung Mara & Holger Cassens sowie den DT Freunden für ihre großzügige Unterstützung.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
YOUR VERY OWN DOUBLE CRISIS CLUB
Kartonage
Welches Jahr haben wir gerade?
Die Gastspiele
Der Hals der Giraffe | Weimar
Die Hockenden | Burgtheater Wien
Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stein hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt | Schauspielhaus Wien
Ein europäisches Abendmahl | Burgtheater Wien
Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute | Köln
Kurs | Leipzig
Linke Läufer (Erster sein) | Nürnberg
Melken | Weimar
Mondkreisläufer | Bern
Paradies Fluten (Verirrte Sinfonie) | Rampe Stuttgart
Point of No Return | Münchner Kammerspiele
Das Rahmenprogramm
- Autor_innensalon: Hinter den halbgeschlossenen Vorhängen des Saals im DT enthüllt Gastgeber Hannes Oppermann die überraschenden musikalischen, literarischen, popkulturellen und politischen Leibspeisen der Autor_innen – jeweils eine Stunde vor den jeweiligen Gastspielen
- Hermann-Sudermann-Preis: Der Preis wird in diesem Jahr im Rahmen des Autor_innensalons an Miroslava Svolikova verliehen.
- Schrecken auf der Bühne: Podiumsgespräch zu Point Of No Return mit Maria Muhle, Yael Ronen, Wiebke Puls, Moderation: Tobi Müller
- Wohin Europa? Podiumsgespräch zu Ein europäisches Abendmahl mit Eva Heidbreder und Alex Demirovic, Moderation: Andreas Fanizadeh
- Kleine Utopien: Podiumsgespräch zu KRUSO mit Lutz Seiler, Rahel Jaeggi, Moderation: Alexander Cammann
- Europa Table Talks – Die Zukunft Europas: Tischgespräche mit den Autorinnen von Ein europäisches Abendmahl bei Brot, Käse und Wein mit Autor_innen, Theaterschaffenden und Expert_innen
- Publikumsgespräche mit Albert Ostermaier und Anke Dürr, mit Joseph Vogl und Tobi Müller
- Musik und mehr: Cielo Faccio Orkestar (Balkan Pop), WUSS: Karaoke, Dance, Party von und mit Mitgliedern des Ensembles der Münchner Kammerspiele, Magic Island (Konzert), Poetry Performance mit Jürg Halter und Fredy Studer
- Internationales Dramaturg_innen Treffen: Krise als Chance – Politik und Politisches auf dem Theater (geschlossene Veranstaltung)
ATT 2016 Jury: Barbara Behrendt, Wiebke Puls, Dietrich Brüggemann
Unter dieser Prämisse stehen auch in diesem Jahr die Berliner Autorentheatertage. Aus 175 Einsendungen hat die Jury drei Gewinner-Stücke ausgewählt. In Inszenierungen des Burgtheaters Wien, des Schauspielhauses Zürich und des Deutschen Theaters Berlin erleben sie im Rahmen des Festivals ihre Vor- bzw. Uraufführungen. In der Langen Nacht der Autoren ist Gelegenheit, alle drei Stücke an einem Abend zu sehen.
Von rund 90 Ur- bzw. Erstaufführungen in den vergangenen zwölf Monaten an den Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen als mögliche Kandidaten für das Gastspielprogramm in Betracht, mehr als 50 Produktionen sichteten die Dramaturginnen und Dramaturgen des DT mit Unterstützung der Journalistin Barbara Behrendt. Viele waren bemerkens- und sehenswert, elf konnten eingeladen werden.
Mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Rudolf Augstein Stiftung, der Mara & Holger Cassens Stiftung, der DT-Freunde sowie Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Die Inszenierungen
Lange Nacht der Autoren
Das Gelübde
Gespräch wegen der Kürbisse
Über meine Leiche
Gastspiele
An und aus | Mannheim
Bilder von uns | Bonn
Glaubenskämpfer | Köln
In einem dichten Birkenwald, Nebel | Detmold
I'm Searching For I:N:R:I (Eine Kriegsfuge) | Stuttgart
LSD – mein Sorgenkind | Basel
Lupus in Fabula | Graz
Nirgends in Friede. Antigone | Basel
Ramstein Airbase: Game of Drones | Mainz
Schatten (Eurydike sagt) | Karlsruhe
Stirb, bevor du stirbst | Köln
Rahmenprogramm
- Die Welt ist aus den Fugen: Podiumsgespräch zur Lage der arabischen Welt mit Samir Nasr (Filmregisseur), Naika Foroutan (Sozialwissenschaftlerin und Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität Berlin) und Cilja Harders ((Professorin und Leiterin der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients an der Freien Universität Berlin)
- Drohnenkriege: Podiumsgespräch zu Ramstein Airbaise über globale Überwachung und digitale Kriegsführung mit Christian Fuchs (Politjournalist), Wolfgang Kaleck (Fachanwalt mit Schwerpunkt europäisches und internationales Strafrecht sowie Menschenrechte, Generalsekretär des European Center for Constitutional and Human Rights) und Jan-Christoph Gockel (Autor und Regisseur)
- Unser Glaube: Podiumsgespräch mit Produktionsteam von Glaubenskämpfer Avraham Applestein (ehemaliges Vorstandsmitglied der
Jüdischen Liberalen Gemeinde in Köln), Ismet Büyük (Betroffener und Zeuge des NSU-Nagelbomben-Anschlags in der Keupstraße 2004), Johanna Domek (ehemalige Priorin im Kloster der Benediktinerinnen in Köln–Raderberg), Dominic Schmitz (Islamkonvertit und Ex-Salafist, Autor des Buches Ich war ein Salafist), Kutlu Yurtseven (Gründer der Rap Band Microphone Mafia), Nuran David Calis (Autor und Regisseur) - 3 aus 175: Autorengespräch mit den drei prämierten Autoren Dominik Busch, Stefan Hornbach und Jakob Nolte
ATT 2015 Jury: Peter Michalzik, Jorinde Dröse, Nino Haratischwili, Ulrich Matthes
„Man liest Texte anders, wenn man weiß, dass es um deren Uraufführung geht. Man diskutiert sie anders und arbeitet anders damit – und man wird sie im Ergebnis auch anders betrachten, ... kurz: Man entdeckt anders.” – Ulrich Khuon, Christa Müller und John von Düffel
Statt Werkstattinszenierungen produziert das Deutsches Theater Berlin 2015 daher vollwertige Uraufführungen, zusammen mit dem Burgtheater Wien und dem Schauspielhaus Zürich. Vier Uraufführungen wird es im Rahmen dieser Autorentheatertage vom 13. bis 27. Juni 2015 geben – zwei zur Eröffnung, zwei zum Finale des Festivals. Das ist ein deutliches Bekenntnis der beteiligten Theater, die Entdeckung von neuen Texten und Autoren zu ihrer Sache zu machen und in den Spielplänen zu verankern.
Dass dabei neben den drei Auswahltexten der Jury – dosenfleisch von Ferdinand Schmalz, Archiv der Erschöpfung von Sascha Hargesheimer und Szenen der Freiheit von Jan Friedrich – mit Der Neue Himmel von Nolte Decar auch ein Stück der engeren Wahl zur Uraufführung kommt, ist ein Zeichen der Vielfalt und Verschiedenheit der Texte und Theaterfantasien. Dieses Spektrum eröffnen auch die Gastspiele bemerkenswerter Inszenierungen von Gegenwartsdramatik, die sich programmatisch in den dringlichen Themen unserer Zeit treffen – sowie in der Überzeugung, dass die beste und nachhaltigste Autorenförderung die Aufführung eines Textes ist.
Mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Prohelvetia, der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung, der Rudolf-Augstein-Stiftung und der DT Freunde.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
Szenen der Freiheit
Archiv der Erschöpfung
Der neue Himmel
dosenfleisch
Die Gastspiele
Am Beispiel der Butter | Burgtheater Wien
Auch Deutsche unter den Opfern | Münster
Container Paris | Frankfurt am Main
Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend | Graz
Das schweigende Mädchen | Münchner Kammerspiele
Die Lücke | Köln
Die Schutzbefohlenen | Burgtheater Wien
Labyrinth | Amsterdam
Mein deutsches deutsches Land | Dresden
Phosphoros | Residenztheater München
Urteile | Residenztheater München
Wir sind keine Barbaren | Halle
ATT 2014: Innehalten! Juror: Till Briegleb
Eine der gemeinsten Paradoxien ist es, dass die Summe vernünftiger Entscheidungen oft zu einem negativen Gesamtergebnis führt. Eine solche Paradoxie scheint es mir auch für die Autorenförderung im Theater zu geben. Das rapide Wachstum an Wettbewerben, Uraufführungen und Schreibseminaren für junge Dramatiker erhöhte in den letzten Jahren nur die Menge der Autoren, nicht aber die Qualität neuer Stücke. Es erhöhte für Jungdramatiker auch nicht die Berufschancen, dafür aber ihren Stress im dauernden Wettbewerb – der letztlich ein flüchtiges Angebot erzeugt, für das es keine bleibende Nachfrage gibt, denn kaum einer der heute gezeigten Autoren setzt sich wirklich durch. Das erhebt den Fetisch des Neuen über die Weisheit des Guten.
Innehalten! ist vor dieser Einschätzung der Versuch, gemeinsam mit dem Festival der Autorentheatertage vom 5. bis 14 Juni 2014 der Frage nachzugehen, ob das Theatersystem als Ganzes sich mit diesem Talentverschleiß wirklich einen Gefallen tut. Dazu wurden diesmal nicht wieder hunderte neue Texte animiert, sondern die rund 70 Siegerstücke aus der zwanzigjährigen Festivalgeschichte gelesen. Aus dem großen Reservoir beeindruckender, aber nicht mehr gespielter Dramen wurden fünf ausgewählt, die hoffentlich eindrucksvoll belegen, dass auch der Blick in die Tiefe lohnt. Und die vielleicht Anreiz für eine lebhafte Diskussion über die Frage stiften können: Muss es wirklich immer das Neueste sein?
– Till Briegleb, Juror der Autorentheatertage 2014
Mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, der Rudolf-Augstein-Stiftung, der Stiftung Mara&Holger Cassens und der DT Freunde.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
the killer in me is the killer in you my love
Protection
Die Herzschritt-Macherin
Tag der weißen Blume
Der Weichselzopf
Die Gastspiele
Archiv des Unvollständigen | Oldenburg
Das Weiße vom Ei (Une île flottante) | Basel
Front | Thalia Hamburg / Gent
Gasoline Bill | Münchner Kammerspiele
Helmut Kohl läuft durch Bonn | Bonn
Plebs Coriolan | Schauspielhaus Wien
Soldaten | Hannover
Und dann | Leipzig
When I Die | Spielart München / Gessneralle Zürich
Das Rahmenprogramm
- Akademie des Verschwindens: Szenische Lesung mit Autoren des Jungen DT
- Bal littéraire: Texte, Songs und Tänze mit 5 Autoren aus 5 Ländern
- Scène – Fabulamundi: Fünf neue Stücke aus Europa in szenischen Lesungen
- Tischgespräche in Kooperation mit der Dramaturgischen Gesellschaft (geschlossene Veranstaltung
- Innehalten! Symposium mit Till Briegleb und Gästen sowie Impulsvorträgen, Diskussionen, Gespräche
ATT 2013: Das Weite suchen
Blicke, Ausblicke, Einblicke in Welten, wie sie uns heute allseits bedrängen, fordern, verändern, aber auch steuern, lenken und ablenken, so lautete der Wunsch von Sigrid Löffler, der Alleinjurorin der diesjährigen Autorentheatertage Berlin 2013. Die drei Autorinnen und Autoren, die sie ausgewählt hat, geben auf diese Frage ganz unterschiedliche, sehr individuelle Antworten.
Das DT hat deutschsprachige Gegenwartsdramatik in seiner Programmatik fest verankert: Dramatikerinnen und Dramatiker wie Dea Loher und Elfriede Jelinek, Roland Schimmelpfennig und Sibylle Berg, aber auch Philipp Löhle, Oliver Kluck, Dirk Laucke, Oliver Bukowski u.v.a. sind fester Bestandteil des Spielplans. Die Autorentheatertage sind das Ausrufezeichen hinter diesem Anliegen. Die
Autorentheatertage Berlin bieten vom 3. bis 15. Juni 2013nicht nur eine Zusammenschau der bemerkenswertesten Inszenierungen von Gegenwartsdramatik, sie sind auch ein Entdeckerfestival mit einem radikalen Bekenntnis zur Subjektivität: Kein Gremium, sondern ein jährlich wechselnder Alleinjuror formuliert seinen dezidiert persönlichen Anspruch an die zeitgenössische Dramatik und wählt dann die Texte aus, die das Ensemble des Deutschen Theaters in der Langen Nacht der Autoren in Werkstattinszenierungen auf die Bühne bringt – als eine erste heftige Begegnung von Text, Regie und Schauspieler!
Die Inszenierungen
Lange Nacht der Autoren
Die Schweizer Krankheit
Schwäne des Kapitalismus
Exzess, mein Liebling
Gastspiele
Call Me God | Residenztheater München
Demut vor deinen Taten Baby | Burgtheater Wien
Du mein Tod | Münchner Kammerspiele
Ich wünsch mir eins | Osnabrück
Judas | Münchner Kammerspiele
Luft aus Stein | Schauspielhaus Wien
Räuber.Schuldengenital | Burgtheater Wien
Schafinsel | Kaiserslautern
Schatten (Eurydike sagt) | Burgtheater Wien
Stallerhof/3D | Stuttgart
Testosteron | Kassel
Wir lieben und wissen nichts | Bern
Wunderland | Mannheim
X-Freunde | Frankfurt am Main
ATT 2012: Sei nicht du selbst! Juror: Tobi Müller
Dieses provokante Motto hat der Alleinjuror Tobi Müller seiner Suche nach nicht uraufgeführten neuen Stücken für die Lange Nacht der Autoren gegeben und sich damit gegen das Zeitgeist-Dogma des Authentischseins gestellt, das Geschichtenerzählen auf Selbstdarstellung verkürzt. Sein Interesse hingegen gilt der Recherche und Empathie im Drama sowie der spielerischen Grenzübeschreitung zum Fremden, Anderen.
Dieser Neugier auf andere, nicht vertraute Welten sind auch die Festivaleinladungen gefolgt: Peter Handkes wütende Spurensuche Immer noch Sturm in der Inszenierung von Dimiter Gotscheff; das internationale Stückprojekt Three Kingdoms von Simon Stephens, inszeniert von Sebastian Nübling an den Münchner Kammerspielen in Kooperation mit dem Theater NO 99 Tallin und dem Lyric Hammersmith Theatre London; sowie die zupackende Roman-Dramatisierung von Houellebecqs Karte und Gebiet durch den Autor und Regisseur Falk Richter am Düsseldorfer Schauspielhaus. Doch auch Roland Schimmelpfennigs Das fliegende Kind, vom Autor selbst inszeniert am Burgtheater Wien, ist ein Text der Verunsicherung und Verfremdung des Vertrauten, ebenso wie Elfriede Jelineks Sekundärdrama Faust 1-3 / FaustIn and out einer der formal und theatralisch überraschendsten Texte der Saison – nach dessen Aufführung Goethes Faust nicht mehr der Klassiker ist, der er mal war. Es gibt viel zu entdecken vom 5. bis 16. Juni 2012!
Wir danken der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Augstein-Stiftung sowie der Holger und-Mara-Cassens-Stiftung für ihre großzügige Unterstützung.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
Schafinsel
Totberlin
Wir schweben wieder
Die Gastspiele
Angst und Abscheu in der BRD | Oberhausen
Das fliegende Kind | Burgtheater Wien
Der Wiederaufbau des Haider-Denkmals | Graz
Der Wind mach das Fähnchen | Bonn
Eine Stille für Frau Schirakesch | Osnabrück/Freiburg
Fabelhafte Familie Baader | Halle
Faust 1-3 / Faust In and Out | Schauspielhaus Zürich
Gift | Gent / Münchner Kammerspiele
Grillenparz | Schauspielhaus Wien
Immer noch Sturm | Salzburger Festspiele / Thalia Hamburg
Karte und Gebiet | Düsseldorf
Käthe Hermann | Bielefeld
Malaga | Mannheim
Radikale | Chemnitz
Seymour oder ich bin nur aus Versehen hier | Hannover
Three Kingdom | Münchner Kammerspiele, Tallin, London
Tür auf Tür zu | Duisburg
ATT 2011: Make me laugh! Jurorin: Elke Schmitter
Ausgerechnet Komödien hat sich die Alleinjurorin der zweiten Berliner Autorentheatertage Elke Schmitter von den noch zu entdeckenden Dramatiker:innen gewünscht und damit zugleich die programmatische Frage nach einer Gattung gestellt, die es hierzulande eigentlich gar nicht mehr gibt. Dafür war der Rücklauf beachtlich: 140 Stücke hat die Romanautorin und Spiegel-Redakteurin zugeschickt bekommen, gelesen und sich dabei immer wieder gefragt, was ist komisch?
Die fünf Autor:innen, die sie ausgewählt hat, geben auf diese Frage ganz unterschiedliche, sehr individuelle Antworten. Vier davon – die Stücke von Daniel Gurnhofer, Judith Kuckart, David Lindemann und Julia Wolf – werden als Werkstatt-Inszenierungen in der Langen Nacht der Autoren am 25. Juni zu sehen sein. Das fünfte Stück von Mathilda Onur wird in Form einer Lesung am 19. Juni vorgestellt – und als Uraufführung zu Beginn der nächsten Spielzeit.
Darüber hinaus war auch für das Festivalprogramm vom 15. bis 25. Juni 2011 die Frage, was ist komisch, ein Leitfaden.
Wir danken der Stiftung Deutsche Klasenlotterie Berlin, der Augstein-Stiftung und der Holger&Mara-Cassens-Stiftung für ihre großzügige Unterstützung.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
Krauses Erzählungen
Paradiesvögel
Getränk Hoffnung
Ein Mädchen namens Elvis
Die Gastspiele
Alpsegen | Münchner Kammerspiele
Aus der Mitte der Gesellschaft | Oldenburg
Balkanmusik | Mainz
Der Turm | Dresden
Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends | Schauspielhaus Wien
Einsatz Spuren | Kiel
Gespräche mit Astronauten | Mannheim
Murder Ballads | Bern
Narbengelände | Gera/Altenburg
Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes | Burgtheater Wien
Publikumsberatung | Neumarkt Zürich
Rafael Sanchez erzählt: Spiel mir das Lied vom Tod | Neumarkt Zürich
Robert Redfords Hände selig | Kassel
Supernova (Wie Gold entsteht) | Mannheim
Tier. Man wird doch bitte Unterschicht | Schauspielhaus Wien
Wenn, dann: Was wir tun, wie und warum | Frankfurt am Main
Wenn ihr euch totschlagt ist es ein Versehen | Schauspielhaus Hamburg
Winterreise | Münchner Kammerspiele
ATT 2010: Interest me! Juror: Michael Althen
Ein Festival der Neuentdeckungen und Paradigmen der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik wollen die Autorentheatertage vom 8. bis 17. April 2010 am Deutschen Theater sein. Auf Seiten der Entdecker steht in vorderster Front der Filmkritiker und Juror Michael Althen, der auf seinen Aufruf ‚Interest me!’ ca. 160 noch nicht uraufgeführte Stücke zugesandt bekam und daraus die vier interessantesten ausgewählt hat – aus seiner Sicht. Denn im Gegensatz zum Ausgewogenheitsprinzip sonstiger Gremien soll die Entscheidung des Alleinjurors der Autorentheatertage radikal subjektiv und persönlich sein.
Dann folgen in einer vielfältigen Zusammenschau die aufregendsten Inszenierungen deutschsprachiger Gegenwartsdramatik, gezeigt werden die Stücke junger Dramatiker ebenso wie maßgebliche Werke paradigmatischer Autor:innen wie Elfriede Jelinek und Dea Loher, denen neben einer Reihe von Gastspielen auch ein Symposium gewidmet ist. Zum Finale des Festivals am 17. April gibt es dann in der ‚Langen Nacht der Autoren’ die noch nicht uraufgeführten Stück-Entdeckungen von Michael Althen in Form von Werkstatt-Aufführungen mit Regisseuren und Schauspielern des Deutschen Theaters zu sehen.
Das Programm
Die Lange Nacht der Autoren
Fabelhafte Familie Baader
In Neon
süßer vogel undsoweiter
Sam
Die Gastspiele
Adam Geist | Burgtheater Wien
Alles offen | Rostock
Das blaue blaue Meer | Frankfurt
Das Interview | Neumarkt Zürich
Der goldene Drache | Bern
Die Schöpfer der Einkaufswelten | Hannover
Fundament | Stuttgart
Hauptsache Arbeit! | Stuttgart
Im Wald ist man nicht verabredet | Schauspielhaus Zürich
Mädchen in Uniform | Schauspielhaus Hamburg
Rechnitz (Der Würgeengel) | Münchner Kammerspiele
Rechnitz (Der Würgeengel) | Schauspielhaus Zürich
Villa Dolora | Jena
Zukunft für immer | Dresden